Projektwoche zur Berufsorientierung an der Mittelschule

Was möchte ich einmal werden? Wo liegen meine Stärken? Wie finde ich meinen Traumjob? Was wird von mir gefordert? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen junge Menschen heute, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht.

Eine hervorragende Möglichkeit, erste Antworten auf diese Fragen zu erhalten, bietet die erweiterte vertiefte Berufsorientierung (e)vBO der beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz). Im Rahmen einer Projektwoche wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7M/7a der Mittelschule Ruhmannsfelden von Fachleuten aus der Region an das Berufsleben herangeführt. Zu Beginn der Woche standen grundlegende Themen wie das Arbeiten im Team, das richtige Verhalten im Betrieb (Berufsknigge), Telefontraining, Beruferalley und ein Überblick über den regionalen Arbeitsmarkt auf dem Programm.

Darauf folgten drei interessante, lehrreiche aber auch anstrengende Praxistage in den Bereichen Hotel und Gaststätten, Metall und Handel/Lager.

Hier konnten die angehenden Azubis erste Erfahrungen beim „Zaubern" eines Vier-Gänge-Menüs sammeln. Warenkunde, das fachmännische Decken einer Tafel, der freundliche Umgang mit den Gästen. Matthias meinte: „Das schaffe ich nie!" Aber im Team klappte es und Rektor Sigmund Mandl und die anwesenden Lehrkräfte waren beeindruckt.

Im Fachbereich Metall galt es, aus einem Stück Eisen einen millimetergenau gearbeiteten Würfel zu fertigen. Genauigkeit und Ausdauer waren hier ebenso gefragt wie handwerkliches Geschick.

„Mir tun die Hände weh!", meinte Dietmar, aber schließlich konnten alle stolz „ihren" Würfel präsentieren.

Das Entwickeln einer Geschäftsidee, die planvolle Einrichtung eines Ladengeschäfts sowie eine erfolgreiche Werbestrategie standen zu Beginn des Praxistages Lager und Handel. Anschließend galt es, in den Bereichen Handyshop, Reisebüro, Bank oder Lager, Kunden kompetent und zielgerichtet zu beraten bzw. Geld und Lagerbestände genau zu verwalten. Die Schülerinnen und Schüler gewannen so erste Einsichten in kaufmännisches und unternehmerisches Handeln.

Der letzte Projekttag diente der Reflexion über die Geschehnisse der Woche.

Dabei konnten die Burschen und Mädchen im Gruppengespräch ihre Leistungen zunächst selbst einschätzen, wurden anschließend von den Ausbildern aber auch deutlich auf ihre Stärken und Schwächen sowie auf die Anforderungen, die das Berufsleben in Zukunft an sie stellen wird, hingewiesen.

Am Ende waren sich Schüler, Ausbilder und die beiden Klassenlehrer Annegret Krapf und Tom Wittmann einig, dass diese Art der Berufsorientierung eine echte Hilfe bei der Berufsfindung darstellt.

 

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